BIO

Eugen Cech

Eugen Cech mit Bass in seinem Wohn- und Musikraum

Erst einmal servus. Ich bin der Eugen. Geboren am 12. Juni 1978 in Innsbruck. Also wirklich Innsbruck. Dort bin ich dann älter geworden, hab Schule, Lehre und Bundesheer gemacht und bin Elektriker geworden. Bin ich immer noch. Das ist praktisch, weil man dadurch wenigstens einen Beruf hat, wenn man nebenher lauter Sachen macht, bei denen die Berufsbezeichnung irgendwann schwierig wird.

Ein paar Jahre war ich Sänger in einer Heavy-Metal-Band, danach hab ich lange hauptsächlich gearbeitet und Musik gehört. Mit ungefähr 30 hat es dann irgendwem in mir drinnen gereicht, nur zuzuhören. Also Akustikbass gekauft und angefangen, selber aufzunehmen. Dann kamen Gitarren dazu, mehr Zeug, noch mehr Zeug und irgendwann wesentlich mehr Aufnahmen, als irgendein vernünftiger Mensch gebraucht hätte. Ich hab trotzdem weitergemacht.

Mandatore Webhilfe: Vernünftig ist hier keine Teilnahmevoraussetzung.

Aus einer Platte wurden mehrere. Dann ziemlich viele. Dazu kamen wieder Bands, Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern, Musik für Theater, eine Performance im BRUX und alles mögliche Zeug, das sich über die Jahre angesammelt hat. Manche Sachen verschwanden wieder, andere kamen später zurück, einige bekamen neue Namen und bei manchen weiß ich heute selber nicht mehr genau, warum sie überhaupt existieren. Müssen sie aber auch nicht erklären. Ich existiere ja schließlich auch einfach.

Irgendwann hieß ein ziemlich großer Teil davon Southring Gene. Das bin auch ich. Nicht eine erfundene Figur, hinter der irgendwo der echte Eugen sitzt und traurig aus einem Hotelfenster schaut. Ich sitz, wenn überhaupt, daheim herum. Southring Gene ist halt das, was passiert, wenn Musik, Texte, Südring, Dialekt, Metal, Blödsinn, Ernst und alles andere nicht ordentlich getrennt werden.

Ich löte mir außerdem selber Effekte zusammen. Für Gitarre, Bass und Stimme. Einfach weil man Sachen kaufen kann, aber manchmal macht selber bauen mehr Spaß. Außerdem kann man dann wenigstens genau sagen, wer schuld ist, wenn es brummt.

Mandatore Webhilfe: Doch.

Irgendwann kamen dann auch Bücher dazu. Nicht weil ich beschlossen hätte, jetzt Schriftsteller zu sein. Ich hab einfach angefangen zu schreiben und irgendwann war das Zeug lang genug, dass „Text“ als Ausrede nicht mehr gereicht hat. Also Buch. Dann noch eines. Dann wurde Südring Literatur daraus, weil die Bücher ja irgendwo hinmüssen und „am Computer liegen“ auf Dauer kein besonders überzeugendes Verlagskonzept ist. Und wenn man schon eine eigene Homepage hat, wird der ganze Scheiß im Großen und Ganzen sogar noch viel billiger, weil ich für Musik, Bücher, Spiele, Bilder und was weiß ich, was ich als Nächstes noch hochladen will, nicht ungefähr 23 verschiedene Abos brauche. Ich zahl jetzt für eine Homepage, auf der ich dafür alles unterbringen kann. Also fast schon finanzielle Vernunft. Das macht mir ein bisschen Sorgen.

Dazu kommen Computer, Games, KI, Bilder, selber an einem Spiel herumbauen und grundsätzlich die Angewohnheit, neue Werkzeuge nicht lange nur anzuschauen. Wenn ich damit etwas machen kann, probier ich es irgendwann aus. Manches bleibt. Manches nicht. Manches kommt zehn Jahre später wieder daher und tut dann so, als wäre das alles längst geplant gewesen.

War es meistens nicht.

Das ist vielleicht überhaupt das Einfachste über mich: Ich mach Sachen. Musik, Bücher, Elektronik, Spiele, Texte, was halt gerade daherkommt. Einiges davon wird Kunst. Einiges bleibt Blödsinn. Bei einigem stellt sich der Unterschied erst viel später heraus.

Mandatore Webhilfe: Eine endgültige Zuordnung ist nicht vorgesehen.

Und sonst?
Auch!